„Ich möchte euch genau deshalb die Kunst zeigen, die es nach Auffassung der Nazis eigentlich nicht mehr geben dürfte … und ich möchte euch damit auch diejenigen, die sie erschaffen haben vorstellen. Was ihr hier seht, sind Werke aus einem Zeitraum von etwa 70 Jahren.“

Am 8. August wurde in der Pirnaer K2 Kulturkiste die Ausstellung „Kunst • Verfolgung • Widerstand“ eröffnet. Sie zeigt eine bemerkenswerte Sammlung von Werken verfolgter Künstler*innen. Der Großteil von ihnen war Mitglied in der Assoziation revolutionärer bildender Künstler, die kommunistische Organisationen unterstützten. So wurden Plakate für die KPD entworfen aber auch Bühnenbilder für Arbeitertheater.
Sechs Bilder und Biografien wurden nach der Begrüßung genauer vorgestellt. Es waren unter anderem Werke der früheren Hohnstein-Häftlinge Johnny Friedlaender und Fritz Schulze. Während Friedlaender den Nationalsozialismus überlebte, töteten die Nazis Fritz Schulze 1942 in Berlin-Plötzensee. Zu sehen sind seine Drucke „Spanischer Arbeiter“ und „Hungrige Katze“.
Wir empfehlen den Besuch der Ausstellung, die ihr bis Oktober jeden Donnerstag von 14-17 Uhr anschauen könnt. Darüber hinaus können unter kontakt@akubiz.de andere Termine vereinbart werden. Am 18. August findet im Rahmen einer Fahrradtour eine weitere Veranstaltung statt, welche die Ausstellung in Pirna zum Ziel hat. Los geht es 17 Uhr am Haltepunkt Dresden-Dobritz.